Abgeschlossene Studien

Rezidivtherapie

DSHNHL-R4 (escZ-BEAM)

Die Studie DSHNHL-R3 war eine prospektive randomisierte Phase II-Studie, die die Wirksamkeit einer allogenen Stammzelltransplantation nach myeloablativer Konditionierung bei Hochrisiko-Rezidiven aggressiver B- und T-Zell Lymphome untersuchte. Die Wirksamkeit von Rituximab in der post-Transplantationsphase zur Prophylaxe der Transplantat-gegen-Wirt Erkrankung wurde randomisiert abgeschätzt. Es wurden insgesamt 84 Patienten mit refraktärem Lymphom, Frührezidiv (< 12 Monate Remissionsdauer) oder Rezidiv nach autologer Stammzelltransplantation wurden eingeschlossen. Das Gesamtüberleben nach 1 Jahr und 3 Jahren betrug 52% (95% CI 41-62) bzw. 42% (30.8 – 52.1% 95%CI). Es war damit wesentlich höher, als für diese Hochrisikogruppe mit anderen Therapiemodalitäten einschließlich der autologen SZT erwartet werden konnte. Für Patienten mit HLA voll kompatiblen Spendern und ausreichender Prophylaxe der Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (Gabe von ATG) betrug das progressionsfreie Überleben nach 3 Jahren 64.7% (95CI:47.8% - 77.4%). Ein Einfluss von Rituximab auf die Inzidenz der Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung konnten wir nicht detektieren. Die allogene Transplantation stellt für Hochrisikopatienten somit eine wesentliche und vielversprechende Therapieoption dar. Ihr Stellenwert soll in einer zukünftigen Studie, die die Patienten nach Verfügbarkeit eines HLA-voll kompatiblen Spenders stratifiziert, weiter überprüft werden (ASTRAL-Studie).

 

Publikationen zur Studie DSHNHL R3:

 

Glass B, Hasenkamp J, Wulf G, Dreger P,  Pfreundschuh M, Gramatzki M Silling G, Wilhelm C, Zeis M, Görlitz A, Pfeiffer S, Hilgers R, Truemper L, Schmitz N. High-dose chemotherapy followed by allogeneic stem cell transplantation in high-risk relapsed and refractory aggressive non-Hodgkin lymphoma: Results of a prospective study of the German high-grade non-Hodgkin lymphoma study group. J Clin Oncol 30, 2012 (suppl; abstr 8004)

 

Glass B, Hasenkamp J, Wulf G, Dreger P,  Pfreundschuh M, Gramatzki M Silling G, Wilhelm C, Zeis M, Görlitz A, Pfeiffer S, Hilgers R, Truemper L, Schmitz N, The effect of rituximab after lymphoma-directed conditioning and allogeneic stem-cell transplantation for relapsed and refractory aggressive non-Hodgkin lymphoma (DSHNHL R3 Study): a prospective randomised trial. Lancet Oncology 2014, in press

Studienprotokoll DSHNHL RAIT 2004-R4 V5_0
Studienprotokoll DSHNHL RAIT 2004-R4 V5_
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DSHNHL-R3 (alloFBC)

Die Studie DSHNHL-R4 war eine prospektive Phase I/II Studie, die die Durchführbarkeit und Wirksamkeit einer kombinierten Radioimmun- und Hochdosistherapie gefolgt von autologer Stammzelltransplantation bei Rezidiven aggressiver B-NHL untersuchte. Es wurde das Radioimmuntherapeutikum 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin ®) mit der Standard-Hochdosistherapie BEAM (BCNU, Etoposid, ARA-C, Melphalan) kombiniert. Gegenüber sonstigen Studien mit Z-BEAM verringerten wir in 2 Schritten den Abstand der Applikation von Z zu BEAM von 14 auf 10 Tage, um eine gerichtete Strahlen-Chemotherapie des NHL zu erreichen. Diese Verringerung des Abstandes war möglich, eine darüber hinaus geplante Steigerung der Zevalin-Dosis nicht mehr. Es wurden insgesamt 26 Patienten eingeschlossen. Davon reichten nach Salvagetherapie (nicht Studienbestandteil) und vor Z-BEAM 6 Patienten eine Vollremission, 12 eine Teilremission und 8 eine stabile Erkrankung. Das Gesamtüberleben und das progressionsfreie Überleben nach 3 Jahren betrug 75% (95% CI, 58%-92%) bzw. 67% (95% CI, 49%-85%). Damit scheint diese Form der Hochdosistherapie eine gute Wirksamkeit zu besitzen. Weitere Studien wären prinzipiell sinnvoll, waren bislang aber nicht planbar.

 

Publikationen DSHNHL-R4

J. Hasenkamp1, G. Hess2, B. Hertenstein3, P. Dreger4, L. Uharek5, M. Gramatzki6, J. Schubert7, G. Wulf1, L. Truemper1, N. Schmitz8, B. Glass8. Minimum tolerable interval of 90yttrium ibritumomab-tiuxetan to autologous stem cell transplantation after high-dose chemotherapy with carmustin, etoposide, cytarabine, and melphalan for relapsed or refractory aggressive B-cell non-Hodgkin lymphoma. J Clin Oncol 30, 2012 (suppl; abstr 6543)

Studienprotokoll DSHNHL alloFBC
Studienprotokoll DSHNHL alloFBC final vo
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CEMP-Studie

In der CEMP-Studie wurden 47 ältere Patienten randomisiert in Etoposid i.v. vs. Etoposid als 60-Stunden Dauerinfusion, um das Prinzip der DA-EPOCH-Regimes zu prüfen, das neben Etoposid auch noch Doxorubicin und Vincristin als Dauerinfusion gibt. Es wurden keine Unterschiede in Effektivität oder Toxizität zwischen der intravenösen Bolusgabe und der Dauerinfusion beobachtet*.

 

* Zwick C, Birkmann J, Peter N et al. Equitoxicity of bolus and infusional etoposide: results of a multicenter randomised trial of the German High-Grade Non-Hodgkins Lymphoma Study Group (DSHNHL) in elderly patients with refractory or relapsing aggressive non-Hodgkin lymphoma using the CEMP regimen (cisplatinum, etoposide, mitoxantrone and prednisone). Ann Hematol 2008;87(9):717-726.

 

(Publikation zur RICOVER-noRTH Studie)