Referenzpathologie

Das Panel der Referenzpathologie der DSHNHL setzt sich wie folgt zusammen:

 

  • Prof. Dr. med. A. Rosenwald, Würzburg (Koordinator und Sprecher)
  • Prof. Dr. med. A. C. Feller, Lübeck
  • Prof. Dr. med. M.-L. Hansmann, Frankfurt
  • Prof. Dr. med. W. Klapper, Kiel
  • Prof. Dr. med. P. Möller, Ulm
  • Prof. Dr. med. H. Stein, Berlin

Prof. Dr. med. Andreas Rosenwald

Koordinierender Referenzpathologe der DSHNHL

 

Institut für Pathologie der Universität Würzburg

Josef-Schneider-Straße 2
D - 97080 Würzburg


Telefon: 0931 / 31-81199
Telefax: 0931 / 31-81224
e-Mail: rosenwald@uni-wuerzburg.de

 

 

 

Mitglieder der Referenzpathologie:

Prof. Dr. med. Alfred C. Feller

 

Hämatopathologie Lübeck

Konsultations- und Referenzzentrum für

Lymphom- und Knochenmarkdiagnostik

Feller und Partner (FÄ für Pathologie)
Maria-Goeppert-Str. 9a
 D - 23562 Lübeck


Telefon: +49 451 580 840 -32
Telefax: +49 451 580 840 -17
e-Mail:
info@haematopathologie-luebeck.de

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin-Leo Hansmann

 

Universitätsklinikum Frankfurt
Dr. Senckenbergisches Institut für Pathologie
Haus 6
Theodor-Stern-Kai 7
D - 60590 Frankfurt am Main

 

Telefon: +49 69 / 6301-5364

Telefax: +49 69 / 6301-3903

e-Mail: m.l.hansmann@em.uni-frankfurt.de

 

Prof. Dr. med. Wolfram Klapper

 

Christian-Albrechts Universität zu Kiel

Institut für Pathologie

Sektion für Hämatopathologie

Arnold-Heller-Str. 3

Haus 14

D - 24105 Kiel

 

Telefon:  +49 431 597 3425

Telefax: +49 431 597 4129

e-Mail: wklapper@path.uni-kiel.de

 

Prof. Dr. med. Peter Möller

 

Universitätsklinikum Ulm

Institut für Pathologie

Albert-Einstein-Allee 23

D - 89070 Ulm

 

Telefon:  +49 731-500-56321

Telefax: +49 731-500-56384

e-Mail: peter.moeller@uniklinik-ulm.de

 

Prof. Dr. med. Harald Stein

 

Pathodiagnostik Berlin

Komturstr 58-62
D - 12000 Berlin

 

Telefon:  +49 30-236 084 210

Telefax: +49 30-236 084 219

e-Mail: h.stein@pathodiagnostik.de

 

Entwicklung und Organisation

 

Eine exakte histopathologische Diagnose ist der Grundstein jeder Lymphomtherapie. Lange Zeit gab es unterschiedliche Klassifikationssysteme, die sich inhaltlich unvereinbar gegenüberstanden. Die Situation besserte sich durch bahnbrechende Erkenntnisse der Immunologie in den 1970er und Folgejahren. Die für die Lymphomklassifikation und Diagnostik wichtigsten Meilensteine waren: 

 

  • der Nachweis, dass sich das lymphatische System hauptsächlich aus B- und T-Zellen zusammensetzt, die sich im Hinblick auf ihren Ursprung (T-Zellen reifen im Thymus, B-Zellen im Knochenmark, das der Bursa bei Vögeln entspricht) als auch in ihrer Funktion (B-Zellen produzieren (lösliche bzw. humorale) Antikörper, T-Zellen vermitteln zelluläre Immunantworten) unterscheiden.
  • die Möglichkeit, monoklonale Antikörper (Köhler und Milstein 1975) zu generieren, die spezifisch an zelluläre Strukturen binden, die dadurch nachgewiesen werden können
  • der Nachweis, dass Lymphozyten unterschiedlicher Herkunft und Funktion ein unterschiedliches Spektrum von zellulären Strukturen (Antigene) exprimieren, aufgrund dessen sie objektiv definierbaren Subpopulationen zugeordnet werden können.
  • Die Entwicklung von Microarrays zur Beschreibung des Genexpressionsprofils bestimmter Lymphozyten-Subpopulationen und der von diesen abgeleiteten Lymphomentitäten.   
  • Die Fortschritte der Zytogenetik, die es ermöglicht, bestimmte Lymphomentitäten aufgrund charakteristischer chromosomaler Veränderungen identifizieren zu können.

 

Es gibt wohl kein Gebiet der klinischen Onkologie, in dem die Zuordnung von Untergruppen bösartiger Erkrankungen so fortgeschritten, aber auch so komplex ist wie bei den Lymphomen. Diese Komplexität erfordert eine hochspezialisierte Expertise, die nur solche Pathologen haben können, die sich auf die Lymphom-Pathologie spezialisiert haben und sich ständig wissenschaftlich und diagnostisch mit den Krankheiten dieses Systems befassen. 

 

Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, weltweit wohl die höchste Dichte an international anerkannten Lymphom-Pathologen zu haben. Für die Studien der DSHNHL ist es von unschätzbarer Bedeutung, dass die international führenden deutschen Lymphompathologen Mitglieder des Pathologie-Referenz-Panels der DSHNH sind, das seit 2009 von Prof. Andreas Rosenwald organisiert und geleitet wird.

 

Voraussetzung für die Auswertbarkeit des Verlaufs eines DSHNHL-Studienpatienten ist es, dass seine Diagnose zeitnah von einem Referenzpathologen begutachtet und bestätigt bzw. geändert wird. Bei divergierenden Diagnosen zwischen Primär- und Referenzpathologen werden die jeweiligen Gewebeproben von mehreren Referenzpathologen in einer gemeinsamen Mikroskopiersitzung noch einmal beurteilt. Somit haben Patienten, die innerhalb einer DSHNHL-Studie behandelt werden, die denkbar größte Sicherheit einer richtigen Diagnose und einer für die jeweilige Diagnose optimalen Therapie

 

In den letzen 15 Jahren wurden über 5 000 Proben im Rahmen der DSHNHL-Studien durch die Referenzpathologen beurteilt. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle stimmen die Diagnosen mit denen der Primärpathologen überein. In 3-5% aller Fälle liegt jedoch ein anderer Subtyp eines Lymphoms (z.B. Burkitt, Hodgkin) vor oder es ergibt sich kein Anhalt für eine Maligne Erkrankung. Diese Ergebnisse  unterstreichen die Bedeutung der referenzpathologischen Befundung.

 

 

 

Diagnostische Kriterien

 

Zur referenzpathologischen Diagnostik werden zur Diagnostik und Typisierung der Lymphome die Kriterien der 2008 WHO Lymphomklassifikation angewandt. Diese verlangt, dass die morphologische Diagnostik durch immunologische und ggfls. auch genetische Untersuchung ergänzt und abgesichert wird. Die immunhistologische Diagnostik umfasst folgende Markermoleküle: