Referenz-Nuklearmedizin

Prof. Dr. med. Dipl. Phys. Dirk Hellwig

Leiter der Abteilung

 

Klinik für Nuklearmedizin

Universitätsklinikum Regensburg

Franz-Josef-Strauß-Allee 11

93053 Regensburg

 

Telefon: +49 941-944-7501

Telefax: +49 941-944-7502

e-Mail: dirk.hellwig@ukr.de

 

Seit über 50 Jahren wird die Nuklearmedizin zur Diagnostik und Therapie eingesetzt. Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Kombination mit der Computertomographie (CT) ist heute ein elementarer Bestandteil der onkologischen Diagnostik. Bei der PET/CT handelt es sich um ein Verfahren, bei dem in einem integrierten Scanner die strukturelle (CT) und funktionell-metabolische Bildgebung (PET) kombiniert werden können. Dabei ergänzen sich die Vorteile der beiden Verfahren optimal: Die PET-Untersuchung mit geeigneten leicht radioaktiv markierten „Tracer“-Substanzen weist eine sehr hohe Empfindlichkeit zum Nachweis von z.B. bösartigen veränderten Zellen auf, bei allerdings limitierter Auflösung und anatomischer Information. Dagegen bietet die CT eine sehr hohe räumliche Auflösung und erlaubt die Zuordnung der erfassten auffälligen Stoffwechselprozesse zu anatomischen Strukturen bzw. pathologischen Raumforderungen. Technische Weiterentwicklungen der Methode erlauben heute immer schnellere Ganzkörperuntersuchungen (derzeit in etwa 15 Minuten) mit immer geringerer Strahlenexposition.

 

Als diagnostisches Verfahren mit Therapiekonsequenzen gewinnt die PET/CT beim aggressiven Lymphom zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen vitalem Tumorgewebe und narbigem Rest. Die PET/CT trägt zur Entscheidungsfindung in verschiedenen Situationen bei, sowohl während der Chemotherapie als auch nach Abschluss der Chemotherapie, wenn eine Entscheidung über die Notwendigkeit einer Strahlentherapie oder Fortsetzung der Immunochemotherapie mit Strahlentherapie zu treffen ist (z. B. in der „Less Favorable“-Gruppe der OPTIMAL>60 Studie).

 

 

FDG-PET/CT beim aggressiven Lymphom 

 

Mit dem Radiopharmakon F-18-Fluorodesoxyglukose (FDG) erfasst die PET/CT den erhöhten Glukose-Umsatz in aggressiven Lymphomen.  Die initiale Ausbreitungsdiagnostik wird insbesondere mit der Detektion kleiner nodaler Befälle oder extranodaler Lymphom-Manifestationen unterstützt. Das Ausmaß der posttherapeutisch verbliebenen Zuckerstoffwechsel-Aktivität in Lymphom-Resten kann man mit FDG-PET/CT bildlich darstellen, visuell beurteilen und quantitativ analysieren. Bei der Beurteilung der PET/CT werden die von Juweid und Cheson im Journal of Clinical Oncology 2007 beschriebenen Kriterien angewandt.

 

Zur Beurteilung der PET in OPTIMAL>60 wurde zusätzlich folgender Schlüssel eingeführt, um die Intensität des Zuckerstoffwechsels zu beschreiben: 

 

  • 1 = PET negativ, keine FDG-Mehrbelegung im Restgewebe
  • 2 = PET negativ, diskrete FDG-Mehrbelegung, nicht höher als der mediastinale Blutpool
  • 3 = PET positiv, geringe FDG-Mehrbelegung, Intensität zwischen mediastinalem Blutpool und Leber
  • 4 = PET positiv, FDG-Mehrbelegung etwas intensiver als in Leber
  • 5 = PET positiv, FDG-Mehrbelegung deutlich intensiver als in Leber

 

Dieser Schlüssel zur Beschreibung des Zuckerstoffwechsels wurde auf internationalen Konsensuskonferenzen weltweit zwischen den Studiengruppen und Experten vereinbart („International Workshop on Interim PET in Lymphoma“ 2009 in Deauville/Frankreich und 2010, 2011 und 2012 in Menton/Frankreich).

 

 

Aufgaben der Referenznuklearmedizin

 

  • Beratung der nuklearmedizinischen Untersucher und der Onkologen durch zeitnahe Referenzbeurteilung von PET/CT-Untersuchungen
  • Organisation des Nuklearmedizin-Panels für die OPTIMAL>60 Studie zur Beurteilung des Therapieansprechens durch PET/CT nach Immunochemotherapie
  • Organisation des Nuklearmedizin-Panels für OPTIMAL>60 

 

Mitarbeiter der Referenz-Nuklearmedizin

Herr Prof. Dr. D. Hellwig

Herr Dr. J. Grosse

Frau MUDr. K. Menhardt

Herr PD Dr. J. Marienhagen

Kontakt

DSHNHL Referenzpanel
Abteilung für Nuklearmedizin
Universitätsklinikum Regensburg
Franz-Josef-Strauss Allee 11

93053 Regensburg


Telefon: +49 941-944-7501

Telefax: +49 941-944-7502

e-Mail: sekretariat.nuklearmedizin@ukr.de