Geschichte der DSHNHL

Die DSHNHL wurde 1993 mit der Zielsetzung einer Verbesserung und Standardisierung von Diagnostik, Therapie und Nachsorge der aggressiven Lymphome gegründet. Die damals geteilte Studienlandschaft (Kieler Lymphomgruppe unter der Leitung von Prof. Brittinger; Marburger Studiengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Havemann) schloss sich 1993 der von Michael Pfreundschuh, Norbert Schmitz, Lorenz Trümper und Markus Löffler gegründeten DSHNHL an, die somit ein integratives Studienkonzept für alle Patienten mit aggressiven Lymphomen im Alter von 18 bis 80 Jahren anbieten konnte. Durch diese Bündelung der Kräfte gelang es bis zu 30% aller Patienten mit einem neu diagnostizierten aggressiven Lymphome im Rahmen prospektiver Studien zu behandeln, was vor der Gründung des DSHNHL bei weniger als 10% der Patienten der Fall gewesen war.

 

In den Studienzentralen in Homburg (Prof. Pfreundschuh) und Hamburg (Prof. Schmitz), die sich jährlich in der Funktion des Sprechers der DSHNHL abwechseln, wurden die Bemühungen, möglichst viele Patienten im Rahmen von Klinischen Studien zu behandeln, vorangetrieben. Nach dem Wechsel von Prof. Lorenz Trümper von Homburg auf den Lehrstuhl für Hämatologie und Onkologie an der Universität Göttingen entstand dort die 3. Studienzentrale der DSHNHL. Das zentrale Zentrum für Biometrie der DSHNHL leitet von Anbeginn Prof. Markus Löffler, der dieses Zentrum nach seinem Ruf als Direktor an das Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie (IMISE) im Jahr 1994 an die Universität Leipzig übersiedelte.